Hypoallergene Lebensmittel

Forschungstitel:
Entwicklung eines sensitiven Analysenverfahrens zum Nachweis potentiell allergieauslösender Proteinbestandteile in Lebensmitteln unter Ausschaltung störender Matrixeffekte

Arbeitsgruppe: Erhalt der Lebensmittelqualität

IVLV Projektteamsprecher: Dr. G. Bretschneider
Auftragnehmer: Lehrstuhl für allgemeine Lebensmitteltechnologie T.U.München
Wissenschaftliche Projektbetreuung: Prof. Dr. A Görg

Finanzierung: IVLV
Laufzeit: 1998

Allergische Überempfindlichkeitsreaktionen auf Lebensmittel reichen von leichtem Unwohlsein bis hin zum anaphylaktischen Schock mit Todesfolge. Die augenblicklich einzige „Therapie“ von Lebensmittelallergien besteht für die betroffenen Personen in der Vermeidung des verantwortlichen Allergens (Karenz). Aus diesem Grunde besteht bei echten Lebensmittelallergikern, etwa 3 % der Erwachsenen und bis zu 7 % der Kinder in den westlichen Industrieländern sowie Personen, die sich für solche halten (bis zu 30 % der Bevölkerung), ein erhöhtes Interesse an Lebensmitteln, die bestimmte, als besonders allergen eingestufte Substanzen nicht enthalten. Zu den wichtigsten Allergenen zählen Nuß-, Soja-, Milch-, Ei-, Fisch- und Weizenproteine. Mittels adäquater Nachweisverfahren könnte man entsprechende Produkte zur Verfügung zu stellen, die „frei von“ bestimmten allergen wirkenden Substanzen sind (wobei „frei von“ als Restmenge unterhalb der Nachweisgrenze der derzeit empfindlichsten Analysentechniken definiert ist).

In einem Vorläuferprojekt entwickelten wir ein Analysenverfahren auf Immunoblotbasis, das unter Ausschaltung von Matrixeffekten den Nachweis potentiell allergieauslösender Haselnuß- und Mandelproteine in Schokoladenmassen im unteren ppm-Bereich erlaubt. In Vorversuchen konnten wir außerdem durch Lumineszenz-Detektion die Sensitivität des Nachweises deutlich steigern.

Ziel des vorliegenden Vorhabens ist die Entwicklung eines hoch sensitiven als auch spezifischen Analysenverfahrens zum Nachweis von Spuren potentiell allergieauslösender Substanzen in Lebensmitteln, die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen produktabhängigen Matrixeffekte soll diese Immunoblottechnik für den routinemäßigen Nachweis von potentiellen Allergenen wie Soja- oder Erdnußproteinen sowie technischen Enzymen adaptiert werden.

Projektbericht


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