Toträume

Forschungstitel:
Reinigung von Toträumen

Arbeitsgruppe: Hygienegerechte Produktion

Forschungsstelle und wissenschaftliche Betreuung:
Fraunhofer IVV, Außenstelle für Verpackungsmaschinen und Verpackungstechnik Dresden, Dipl.-Ing. André Boye

Finanzierung: IVLV
Laufzeit: 2015

Effizient gestaltete Cleaning In Place -Anlagen ermöglichen der Industrie eine reproduzierbare und wirtschaftliche Reinigung ihrer Maschinen, Anlagen und Komponenten. Dabei muss die gesamte Anlage solange gespült werden, bis das „schwächste Glied“ vollständig sauber ist, um die Produktsicherheit zu gewährleisten.

Konstruktive Gegebenheiten (z.B. Ventilknoten) oder die Einbindung der Prozesstechnik (z.B. Sensoren) machen den Einsatz von reinigungskritischen T-Stutzen oft unumgänglich. In solchen Toträumen nimmt die Strömungsgeschwindigkeit gegenüber der Hauptströmung extrem ab, wodurch sich die Reinigungswirkung stark verringert und ein hygienisches Risiko entstehen kann. Aufgrund unzureichender Reinigungsuntersuchungen an Toträumen fehlen sowohl den Anlagenbauern wie auch -betreibern eindeutige Empfehlungen hinsichtlich akzeptabler T-Stutzenlängen und der Parametrierung der Reinigungsprozesse.

Im Projekt wird das örtliche Reinigungsverhalten in einem Totraum – anhand eines tangential angeströmten T-Stückes – in Abhängigkeit der relativen Totraumlänge (L/D) bestimmt. Dazu muss zunächst ein Strömungskanal konstruiert werden, der eine Anpassung der Totraumlänge und die Erfassung des Reinigungsverhaltens einer lumineszierenden Stärkeverschmutzung an unterschiedlichen Stellen im T-Stück zulässt. Dadurch wird erstmals der reinigungskritische Bereich in Abhängigkeit der Totraumlänge ermittelt. Abschließend werden Empfehlungen zur konstruktiven Gestaltung von T-Stutzen getroffen und gefundene Zusammenhänge bzw. Widersprüche zum Stand des Wissens diskutiert.

Projektbericht

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