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Prüfmöglichkeiten zum Tiefziehverfahren

Forschungstitel:
Prüfmöglichkeiten zum Tiefziehverfahren von Kunststoffen in der Verpackungstechnik

Arbeitsgruppe: Abfüll- und Verpackungsprozesse

IVLV Projektteamsprecher: Herr R. Ruhland, Wolff Walsrode
Auftragnehmer: FhAVV, Dresden
Wissenschaftliche Projektbetreuung: Prof. Dr.-Ing. habil. H. Goldhahn

Finanzierung: IVLV
Laufzeit: 1999 – 2000

Die gegenwärtig eingesetzten Prüfverfahren zur Beurteilung der Tiefziehfähigkeit von Folien beschreiben nur singuläre Eigenschaften, z. B. thermische Eigenschaften (Schrumpfwerte) und mechanische Eigenschaften (Kaltverformbarkeit). Diese meist unter unternehmensabhängigen Bedingungen ermittelten Meßwerte geben jedoch nur unzureichende Hinweise auf die Tiefziehbarkeit. Diese unzureichenden Vergleichsmöglichkeiten der Folien führen immer wieder zu Problemen bei der Verarbeitung, deren Ursache in der fehlenden objektiven Kommunikationsbasis zwischen Maschinenbauer, Packstofflieferant und verpackendem Unternehmen liegt. Die Folge sind inakzeptable zeitliche und materielle Verluste bei der Produktion.

Ziel ist es daher ein standardisiertes Prüfverfahren mit der entsprechenden Meß- und Prüftechnik zu entwickeln. Dabei soll die Tiefziehbarkeit als integrale Kenngröße bewertbar sein, wobei die Einflußfaktoren wie Umformverfahren (positiv / negativ), Vorstreckung, Umformgeschwindigkeit und Werkzeuggeometrie variieren können. Schwierigkeiten können in der Übertragbarkeit der Prüfergebnisse auf die speziellen Verarbeitungsverfahren innerhalb der Verpackungsmaschine bestehen.

Ausgehend von der unzureichenden Situation wurde von mehreren Mitgliedsfirmen der IVLV das Interesse an einem praxistauglichen Meß- und Prüfgerät zur Bestimmung der Thermo-formeigenschaften von Kunststoffen in der Verpackungstechnik bekundet. Im Rahmen des Projektteams „Tiefziehen“ wurde im ersten Arbeitsschritt prinzipielle Einigkeit über die Ansprüche an ein solches Prüfverfahren erzielt. Schwierigkeiten bestehen in der Übertragbarkeit der speziellen Verarbeitungsverfahren innerhalb der Verpackungsmaschine auf das Prüfverfahren. Ein unternehmensunabhängiges, normiertes Prüfverfahren existiert bislang nicht. Die gegenwärtigen Prüfverfahren beschreiben nur singuläre Eigenschaften der Folie.

Das weitere Vorgehen umfaßt folgende Arbeitsschritte:

  • Verarbeitungstechnisches Modellieren des Tiefziehverfahrens
  • Bestimmung des Prüfverfahrens mit standardisierten Versuchskörpern
  • Festlegung der einstellbaren Parameter und einer integralen Meßgröße
  • Bau der Meßeinrichtung
  • Test der Versuchseinrichtung im Labor und bei verpackenden Unternehmen
  • Verifizieren des Prüfverfahrens

Nachdem das Prüfverfahren detailliert vom Projektteam festgelegt wurde, wird ein Antrag zur Unterstützung dieser Forschungs- und Entwicklungsaufgabe bei der AiF beantragt.

Projektberichte


Aktuelle Termine dieser Arbeitsgruppe

08.10.2024
Abfüll- und VerpackungsprozessePrePsyCos (pA) Ort: Fraunhofer IVV Freising