Packstoffverbunde

Forschungstitel:
Entwicklung eines kosteneffizienten Konzeptes zur Prüfung und Bewertung von Stoffübergängen zwischen dünnen Packstoffschichten und Lebensmitteln für die Qualitätssicherung und technologische Optimierung von Verbundpackstoffen auf Kunststoffbasis

Arbeitsgruppe: Konformität von Verpackungen

IVLV Projektteamsprecher: Dr. Schmid, Hoba
Auftragnehmer: Fraunhofer IVV, Freising/FABES, München
Wissenschaftliche Projektbetreuung: Dr. R. Franz/Dr. O. Piringer

IGF-Vorhaben: 13040 N
Finanzierung: BMWi
Laufzeit: 2001 – 2003

Verbundpackstoffe stellen die heute wichtigste Verpackungsvariante zur Gewährleistung des Inverkehrbringens von qualitativ einwandfreien Lebensmitteln (und anderen sensiblen Füllgütern) und zur Bedienung der modernen und im Wachstum begriffenen Lebensmittelmärkte (Kleinportion- und Convenience-Food-Packungen sowie ‘Active’ und ‘Intelligent’ Packaging) dar.

Aus lebensmittelrechtlicher Sicht existiert für Verbundpackstoffe bis heute noch keine europäisch harmonisierte Reglementierung. Hier stellt sich gegenwärtig die Frage, ob für Verbunde jede einzelne Schicht einer Einzelrichtlinie entsprechen muss oder nur die mit dem Lebensmittel in Berührung kommende Innenschicht. Das Fehlen europäischer Regularien und Normen für modernes und innovatives Packmitteldesign führt in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie zu Unsicherheit und zeitlichen Verzögerungen bei ökonomisch und ökologisch interessanten FuE-Entwicklungen.

Die Zielstellung des Projektes ist es, ein in der Praxis anwendbares Konzept zur Qualitätssicherung und zum Produktdesign von Verbundpackmitteln auf Kunststoffbasis zu erstellen und damit die oben genannte Innovationslücke zu schließen. Mit diesem Konzept sollen Stoffübergänge von Packstoffkomponenten zwischen den einzelnen Packstoffschichten, und letztlich in das Füllgut, darstellbar und mathematisch abschätzbar werden.

Nach gegenwärtig eineinhalbjähriger Projektlaufzeit wurden an ausgewählten Testverbunden umfangreiche kinetische Migrationsuntersuchungen durchgeführt. Die Ergebnisse werden derzeit im Sinne der Projektzielsetzung evaluiert und ein Migrationsmodell erstellt. Die Projektarbeiten erfolgen in Kooperation zwischen den beiden Forschungsstellen Fraunhofer IVV/Freising, und FABES Forschungs-GmbH/München, und in Zusammenarbeit mit einem projektbegleitenden Industrieteam der IVLV-AG „WVF“.

Projektberichte

Das hier vorgestellte IGF-Vorhaben der Forschungsvereinigung Industrievereinigung für Lebensmitteltechnologie und Verpackung e.V. (IVLV e.V.) wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.