NIAS – Machbarkeitsstudie

Forschungstitel:
Machbarkeitsstudie zur Migrationsabschätzung von nicht absichtlich zugesetzten Substanzen (NIAS) aus verschiedenen Verpackungsmaterialien über mathematisches Modellieren

Arbeitsgruppe: Konformität von Verpackungen

Forschungsstelle und wissenschaftliche Betreuung:
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV; Dr. Angela Störmer

Finanzierung: IVLV
Laufzeit: 2016

Die Bewertung der Migration von Non-intentionally-added-substances (NIAS) aus Verpackungen rückt immer stärker in den Fokus der Überwachung und auch der Anforderungen der Lebensmittelhersteller. Entsprechend der EU-Kunststoffverordnung 10/2011 sind unbeabsichtigt eingebrachte Stoffe gemäß international anerkannten Grundsätzen der Risikobewertung zu beurteilen (Art. 19). Der zugehörige Leitfaden fordert auf jeder Stufe der Lieferkette Konformitätsarbeit zu NIAS. Der 10 ppb-Grenzwert, wie er für nicht in der Kunststoffverordnung gelistete Substanzen hinter einer funktionellen Barriere bei Kunststoffen festgelegt ist oder für nicht-bewertete Substanzen aus Druckfarben in der Europarat-Resolution, stellt in der Regel bereits eine analytische Herausforderung dar. Niedrigere Grenzen, wie sie in der Diskussion sind, können in der Regel nicht analytisch überprüft werden. Als Alternative bieten sich die Bestimmung von Gehalten im Material und die Abschätzung der Migration über mathematisches Modelling an. In einer Machbarkeitsstudie sollen verschiedene Materialien auf NIAS im Material untersucht werden. Aus den Gehalten sollen Migrationen mittels mathematischem Modelling abgeschätzt werden und über experimentelle Migrationstests verifiziert werden.

Projektbericht