Forschungstitel:
Korrelation zwischen physikochemischen Haareigenschaften und Emotionen
Arbeitsgruppe: Erhalt der Lebensmittelqualität
Forschungsstelle und wissenschaftliche Betreuung:
IGF-Vorhaben: 01IF00445C
Finanzierung: BMWE
Laufzeit: 2026 – 2028
Das Projekt HairMotion widmet sich einem bislang wenig erforschten, aber gesellschaftlich relevanten Thema: dem Einfluss von Haarbeschaffenheit auf das emotionale Wohlbefinden des Menschen. Obwohl Haarpflegeprodukte zentral für die persönliche Hygiene und das Selbstwertgefühl sind, fehlt es an wissenschaftlichen Erkenntnissen darüber, wie sich physikalisch-chemische Eigenschaften der Haare – insbesondere nach Anwendung von Shampoos – auf Emotionen auswirken.
Ziel des Projekts ist es, diesen Zusammenhang systematisch zu untersuchen und insbesondere die Rolle nachhaltiger, trichologisch wirksamer Inhaltsstoffe in der Haarpflege zu analysieren. Hierzu werden innovative, bio-basierte Shampooformulierungen entwickelt, die sowohl funktionell als auch ökologisch überzeugend sind. Die Bewertung erfolgt durch eine Kombination aus analytischen Methoden (z. B. Haarstruktur, Zugfestigkeit, Kämmbarkeit) und in-vivo-Studien zur taktilen Haarwahrnehmung. Ergänzend werden emotionale Reaktionen mittels Verhaltensbeobachtungen und psychophysiologischer Messungen (z. B. Stresshormone im Speichel, Herzfrequenz, Herzratenvariabilität) erfasst. Durch diesen interdisziplinären Ansatz liefert HairMotion neue Erkenntnisse zur sensorischen Wirkung nachhaltiger Haarpflegeprodukte und deren Einfluss auf das emotionale Erleben. Die Ergebnisse schaffen eine wissenschaftliche Basis für die Entwicklung neuartiger Produkte, die gleichermaßen nachhaltig, wirksam und wohltuend für den Menschen sind.
Mit hoher Branchenrelevanz und großem Anwendungspotenzial entspricht HairMotion den Förderprioritäten in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit sowie Verbraucherwohl und Gesundheit. Die neuartigen Inhaltsstoffe, die im Einklang mit der physikalisch-chemischen und psychologischen Charakterisierung der Reaktionen auf diese Inhaltsstoffe entwickelt werden, kommen auch kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugute, die sich solche Entwicklungsprozesse selbst nicht leisten können.

Das hier vorgestellte IGF-Vorhaben wird im Rahmen des Programms „Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF)“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.