Mineralölanalytik

Forschungstitel:
Erarbeitung einer praktikablen Methode zur Bestimmung von Mineralölkomponenten in Lebensmittelverpackungen und deren Migration in Lebensmittel

Arbeitsgruppe: Konformität von Verpackungen

Forschungsstelle und wissenschaftliche Betreuung:
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV; Dr. Roland Franz

Finanzierung: IVLV
Laufzeit: 2013 – 2014

Mineralölkomponenten aus Papier- und anderen Verpackungsmaterialien und deren Migration in Lebensmittel sind insbesondere durch die enthaltenen aromatischen Kohlenwasserstoffverbindungen (MOAH, mineral oil aromatic hydrocarbons) verstärkt in den Fokus der Überwachungsbehörden gerückt. MOAH werden als mutagen und mit karzinogenem Potenzial eingeschätzt, wodurch Übergänge von solchen Substanzen aus Verpackungen auf Lebensmittel unerwünscht sind und soweit wie möglich reduziert werden sollten. Die Datenlage zur Toxizität von Mineralölen ist unzureichend. Auch bei der Differenzierung der Mineralölfraktion zwischen MOAH, MOSH (mineral oil saturated hydrocarbons) sowie Kohlenwasserstoffen aus Kunststoffen (POSH, PAO) bestehen teilweise Defizite.Thema dieses Projektes ist daher die Erarbeitung praktikabler Methoden zur Bestimmung des Übergangs von Mineralölkomponenten aus Lebensmittelverpackungen in Lebensmittel. Zwar wird bereits seit mehreren Jahren intensiv an dieser Problematik gearbeitet (z.B. mittels onlinegekoppelter LC-GC), jedoch sind die Methoden analytisch sehr anspruchsvoll und teilweise nicht ausreichend leistungsfähig. Praktikable und wirklichkeitsnahe Testbedingungen für Migrationstests fehlen ebenso. Daher werden zusätzlich Vergleichsuntersuchungen an Verpackungen in Verbindung mit Migrationsversuchen (reale Füllgüter und Simulantien sowie entsprechende Kinetiken) durchgeführt, um Grundlagen für das bessere Verständnis der Vorgänge bei der Migration von Mineralölkomponenten aus Papier- und anderen Verpackungsmaterialien zu schaffen.

Projektbericht