TransPEEL

Forschungstitel:
Berechnungstool zur belastungsoptimierten und damit ressourcenschonenden Auslegung von peelbaren Schalen unter Berücksichtigung realer Belastungen auf dem Weg vom Produzenten zum Verbraucher

Arbeitsgruppe: Abfüll- und Verpackungsprozesse

Forschungsstelle und wissenschaftliche Betreuung:
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV Dresden, Roland Kiese

IGF-Vorhaben: 19857
Finanzierung: BMWi
Laufzeit: 2018-2020

Ständige Herausforderungen bei der Massenbedarfsgüterherstellung ist die Individualisierung der Produkte, häufig über ihre Verpackung. Die einzigartige Gestaltung und die Ausstattung mit zusätzlichen Funktionen, z.B. für das leichte Öffnen, wird wichtiger denn je, um bei Großhandel und Endkunden punkten zu können. Gleichzeitig ist eine integre Verpackung mit sicher verschlossenen Siegelnähten für die Qualität der Produkte unabdingbar.
Vor diesem Hintergrund stellt sich für Packmittelhersteller, Maschinenbauunternehmen sowie Unternehmen der abpackenden Industrie die Frage, wie fest eine peelbare Naht mindestens sein muss, um Transport-, Umschlag- und Lagerungsprozesse auf dem Weg vom Hersteller zum Konsumenten sicher zu überstehen und welche Stellgrößen es gibt, die Belastungen der Siegelnaht zu minimieren. Diese Fragestellung kann aktuell nicht bzw. für konkrete Aufgabenstellungen nur mit unverhältnismäßig hohem Testaufwand geklärt werden. Allgemeingültige, wissenschaftlich fundierte Aussagen stehen nicht zur Verfügung.
Das Forschungsvorhaben beabsichtigt die Entwicklung eines anwenderseitig verfügbaren Berechnungstools zur belastungsoptimierten und damit ressourcenschonenden Auslegung von peelbaren Verpackungen. Dieses soll ausgehend von der individuellen Packungsgeometrie und Siegelnahtkontur sowohl real auftretende Belastungen auf dem Transportweg vom Produzenten zum Verbraucher berücksichtigen als auch die Vorausberechnung der Öffnungskraft ermöglichen.
Die Erkenntnisse des Projekts, sowie das Berechnungstool selbst, helfen die vermeintlich konfliktären Ziele der sowohl leicht zu öffnenden als auch sicher verschlossen Packung zu lösen.
Das Vorhaben richtet sich insbesondere an KMU. Sie verfügen meist nicht über personelle und materielle Kapazitäten um umfangreiche Tests durchzuführen mit dem Ziel ihre Produkte für eine sicher verschlossene und leicht zu öffnende Verpackung zu optimieren. Die Minimierung des Testaufwands stellt für sie somit ein erhebliches Einsparpotenzial dar und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.

Sitzungsunterlagen

Das hier vorgestellte IGF-Vorhaben der Forschungsvereinigung Industrievereinigung für Lebensmitteltechnologie und Verpackung e.V. (IVLV e.V.) wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.