PFAS-Leitfaden

Forschungstitel:
Leitfaden für PFAS-Compliance nach der PPWR (Verordnung (EU) 2025/40)

Arbeitsgruppe: Konformität von Lebensmittelverpackungen

Forschungsstelle und wissenschaftliche Betreuung:
Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV, Abteilung Produktsicherheit und Analytik; Ludwig Gruber, Dr. Johannes Bott

Finanzierung: IVLV e.V.
Laufzeit: 2026

Innerhalb der neuen PPWR-Verordnung werden PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) in Verpackungen und Verpackungsabfällen reglementiert. Für Lebensmittelkontaktmaterialien (FCM) gelten ab dem 12. August 2026 strenge Grenzwerte für Einzelsubstanzen als auch Summenparameter für PFAS und Gesamtfluor, unabhängig davon, ob der Eintrag beabsichtigt (IAS) oder unbeabsichtigt (NIAS) erfolgte.
Aufgrund der enormen Anzahl an PFAS Einzelsubstanzen (n > 10.000) und dem Fehlen harmonisierter Analysemethoden ist der Nachweis der Einhaltung dieser Beschränkungen für Hersteller und Handel enorm schwierig.

In diesem Projekt sollen geeignete Probenaufbereitungsverfahren und analytische Methoden zur Erfassung der in der PPWR geforderten Kriterien mittels Versuche an verschiedenen Verpackungsmaterialien (kunststoff- und faserbasiert) identifiziert und überprüft werden. Die geplanten analytischen Verfahren umfassen die gezielte PFAS Analytik (definierte Einzelsubstanzen), Bestimmung des Summenwerts an PFAS inklusive Vorläufersubstanzen, Bestimmung des Gesamtfluorgehalts, Bestimmung von Fluor aus Oberflächenbeschichtungen, sowie von flüchtigen fluorierten Substanzen. Bei der Bestimmung der PFAS inkl. der Vorläufersubstanzen soll auch die neue EN 17681-1:2025 für Textilien der bewährten und umfänglichen Methode mittels TOP-Assay gegenübergestellt werden.

Die Erkenntnisse des Projekts sollen in die Erstellung eines kompakten Leitfadens für Hersteller und Vertreiber von FCM für die Auswahl der „richtigen“ Untersuchungsverfahren (Practical Guide for Analyses) in Bezug auf die PFASGrenzwerte sowohl für kunststoff- als auch faserbasierte Verpackungen mit und ohne Recyclinganteil, sowie Verbundmaterialien einfließen.