Forschungstitel:
Hürdenkonzept zur nachhaltigen Stabilisierung von Nitrit-freien Fleischprodukten
Arbeitsgruppe: Erhalt der Lebensmittelqualität
Forschungsstelle und wissenschaftliche Betreuung:
IGF-Vorhaben: IGF_CORNET-00035
Finanzierung: BMWE
Laufzeit: 2025 – 2026
Das NitriFree-Projekt zielt auf die Entwicklung nitritfreier Fleischprodukte ab, um gesundheitliche Risiken, speziell das erhöhte Darmkrebsrisiko durch Nitrite, zu mindern. In Reaktion auf wissenschaftliche Studien und Maßnahmen europäischer Länder zur Nitritreduktion kombiniert das Projekt die Nutzung von Pflanzenextrakten und organischen Säuren mit Hochdruckverarbeitung, um eine nachhaltige Alternative zu bieten. Durch die Verwendung von funktionellen Pflanzenextrakten aus Lebensmittelnebenströmen, die antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften besitzen und zudem eine natürliche rote Färbung ermöglichen, adressiert das Projekt die Herausforderungen der Branche. Die Auswahl der besten Extrakte erfolgt nach einer gründlichen Prüfung ihrer Eigenschaften, um sie in nitritfreie Fleischprodukte wie Würste und gekochten Schinken zu integrieren. Die Anwendung von Hochdruckverarbeitung als zusätzliche Strategie soll Synergien nutzen und den vollständigen Verzicht auf Nitrite in gepökelten Fleischprodukten ermöglichen.
Das Projekt strebt an, der Lebensmittelindustrie neue Wege aufzuzeigen, um gesündere Fleischprodukte herzustellen, und adressiert damit das wachsende Verbraucherinteresse an nachhaltiger Ernährung. Es verspricht nicht nur Verbesserungen für die Gesundheit der Konsumenten, sondern auch wirtschaftliche Chancen für die beteiligten KMUs, indem es Fleischverarbeitungsunternehmen, Zutatenlieferanten und Extrakthersteller über alternative Stabilisierungsmethoden informiert und ihnen neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Forschungsinstituten Fraunhofer IVV und Celabor und der Industrie in Belgien und Deutschland soll die schnelle Markteinführung der Ergebnisse unterstützen, wodurch das NitriFree-Projekt zur Förderung sicherer und nachhaltiger Lebensmittelproduktion in Europa beiträgt.

Das hier vorgestellte IGF-Vorhaben wird im Rahmen des Programms „Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF)“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.