Hygienic Design

Forschungstitel:
Standardisierte Methoden zur Validierung der Reinigungsfähigkeit von Apparaten und Anlagen der Lebensmittelindustrie

Arbeitsgruppe: Hygienegerechte Produktion

IVLV Projektteamsprecher: Dr. B. Wilke, Robert Bosch
Auftragnehmer: TUM, Lehrstuhl für Maschinen- und Apparatekunde
Wissenschaftliche Projektbetreuung: Dr.-Ing. G. Hauser

IGF-Vorhaben: 11799 N
Finanzierung: BMWi
Laufzeit: 1997 – 2000

Nach der neu gefaßten EU-Maschinenrichtlinie (89/392/EWG) ist die Produktsicherheit bezüglich der hygiene- und reinigungsgerechten Gestaltung von Anlagen in der Lebensmittelindustrie vom Hersteller zu garantieren. Dieses Forschungsvorhaben umfaßt die Entwicklung einer Methode zur Beurteilung der Reinigungsfähigkeit von größeren Produktions- und Abfülleinheiten bis zur praktischen Einführung. Der Validierungstest wird unter produktunabhängigen Bedingungen entwickelt und angewendet. Zusätzlich soll das gleiche Prinzip zur produktabhängigen Bewertung des Reinigungserfolgs zum Einsatz kommen.

Im ersten Forschungsjahr (1997) wurde eine Verschmutzungsmatrix entwickelt, die sich aus Molkenpulver (ß-Lactoglobulin-Träger), Xanthan (lebensmittelechtem Verdickungsmittel) und einem Konservierungsmittel (PHB-Ester) zusammensetzt. Parallel wurde in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für Milch und Lebensmittel der TU-München, Weihenstephan ein immuno-chemischer Nachweis für ß-Lactoglobulin für diese Anwendung adaptiert und weiterentwickelt.

Im vergangenen Forschungsjahr (1998) wurde die Konsistenz der Verschmutzungsmatrix weiter optimiert, so daß eine reproduzierbar gute Benetzung sämtlicher innerer Oberflächen der Bauteile gewährleistet ist. Die Reinigung der verschmutzten Bauteile wurde an die Gegebenheiten der Industrie angepaßt, so daß die Praxisnähe vorhanden ist. Weiterhin wurde der Kontakt zu Reinigungsmittelfirmen gesucht, da das Problem des Herauslösens des Rest-schmutzes aus den gereinigten Bauteilen noch zu Schwierigkeiten führte. Dazu wurde ein Praxisversuch zur Beurteilung des Reinigungserfolges in einer Molkerei durchgeführt. Dieser Versuch zeigte, daß dieses Verfahren durchaus für die produktabhängige Bewertung der Reinigung geeignet ist. Jedoch ist hier noch einige Arbeit zur Verfahrensoptimierung nötig.

Projektbericht

Das hier vorgestellte IGF-Vorhaben der Forschungsvereinigung Industrievereinigung für Lebensmitteltechnologie und Verpackung e.V. (IVLV e.V.) wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Aktuelle Termine zu diesem Projekt

04. / 05.11.2020