Heimtiernahrung

Forschungstitel:
Entwicklung eines alternativen Verfahrens zur Herstellung fettreicher Extrudate mit verbesserter Qualität am Beispiel von Heimtiernahrung

Arbeitsgruppe: Erhalt der Lebensmittelqualität

Forschungsstelle und wissenschaftliche Betreuung:
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV), Hr. B Baier

IGF-Vorhaben: 16616 N
Finanzierung: BMWi
Laufzeit: 2010 – 2012

Eine ausgewogene Ernährung von Haustieren spielt eine immer wichtigere Rolle, so dass die Anforderungen an Heimtiernahrung stetig steigen: Neben der Versorgung der Heimtiere mit allen nötigen Nährstoffen, sollen die Futtermittel auch möglichst einfach in der Handhabung sein sowie eine lange Haltbarkeit aufweisen.

Bei der konventionellen Herstellung von Heimtiernahrung ist die Einbringung von Lipiden, die für eine optimale Energiedichte der Futtermittel nötig sind, durch den Produktionsprozess limitiert. Zudem begünstigen hohe Gehalte an lipophilen Bestandteilen eine beschleunigte Fettoxidation während der Lagerung, die den Abbau weiterer Qualität gebender Inhaltsstoffe wie z.B. Vitamine initiiert. Dies führt neben dem Verlust an Nährstoffe zu deutlichen sensorischen Veränderungen während der Lagerung, die oftmals von Heimtieren nicht akzeptiert werden.

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines kostengünstigen Verfahrens, das es ermöglicht, Lipide sowie fettlösliche Vitamine, Farb- und Aromastoffe in Extrudate einzubringen und gleich¬zeitig einen verbesserten Oxidationsschutz der wertvollen Inhaltstoffe bietet. Vor der eigentlichen Extrusion werden die Öle und öl¬löslichen Mikronährstoffe verkapselt und anschließend möglichst zerstörungsfrei in die Extrudat¬matrix eingebettet. Dadurch wird der Kontakt mit Luftsauerstoff während der Ausformung, des Trocknens und der Lagerung nahezu verhindert, was eine geringere Bildung oxidativer Abbauprodukte bewirkt. Neben der sensorischen Verbesserung und damit höheren Akzeptanz der Hunde- und Katzennahrung, wird durch den neu gestalteten Extrusionsprozess die Entwicklung weiterer innovativer Futtermittelpellets ermöglicht.

Das Verfahren soll kostengünstig sein und am Beispiel trockenextrudierter Hunde- und Katzennahrung entwickelt werden. Durch den neu gestalteten Extrusionsprozess soll die Entwicklung neuartiger, fettreicher Futtermittelpellets mit großen Volumina und geschlossener Oberflächenstruktur ermöglicht werden. Fettanteile größer 5 bis 8 Prozent erschweren normalerweise die Ausformung von Extrudaten deutlich, weshalb derart fettreiche Futtermittel konventionell in einem zweistufigen Prozess (Kochextrusion und anschließendes Coaten) hergestellt werden. Durch das neue Verfahren wird die Herstellung wesentlich vereinfacht und mögliche Produktverschleppungen innerhalb des Prozesses minimiert. Mit der beschriebenen Verfahrensentwicklung wird die heimische, mittelständisch strukturierte Futtermittelindustrie im Wettbewerb mit multinationalen Konzernen im Wachstumsmarkt der Heimtiernahrung nachhaltig gestärkt.

Projektberichte

Das hier vorgestellte IGF-Vorhaben der Forschungsvereinigung Industrievereinigung für Lebensmitteltechnologie und Verpackung e.V. (IVLV e.V.) wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Aktuelle Termine zu diesem Projekt

05. / 06.02.2020
Abfüll- und Verpackungsprozesse, Erhalt der LebensmittelqualitätVVD MEETS FREISINGER TAGE: Recycling Ort: Fraunhofer IVV, Freising